… verfahren …

Entschuldigung des Schülers beim Lehrer für seine Verspätung: „Entschuldigung Herr Lehrer, die Straßenbahn hat einen Patschen gehabt.“ (Satire aus). Keinen Patschen aber mehr als einen suboptimalen Start gab es für die neuen Straßenbahnlinien.

Aber nicht nur die Innsbrucker Stadtverwaltung und die IVB haben mit nicht erwartenden Reaktionen zu kämpfen. Auch auf Twitter, besonders bei Journalisten und Politikern beliebt, kann ein Tweet (die Zwitscherei) schon einmal überraschende Antwort erzeugen. Vor allem mit dem Hintergrund, dass die Twitter-Gemeinschaft ihre Tweets auf ihr „Insider-Wissen“ aufbaut, (Michael Mingler ist Landtagsabgeordneter der Grünen):

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In den sozialen Netzwerken geht es rund um das Thema neue Straßenbahnen rund, die verantwortliche Stadträtin Uschi Schwarzl reagiert mit einer Aussendung, Auszug:

„Stadt und IVB arbeiten auf Hochtouren an pünktlichen Straßenbahnen

Nach Anlaufschwierigkeiten der neuen Straßenbahnlinien bittet Mag.a Uschi Schwarzl die InnsbruckerInnen, die sich einen reibungslosen Start der neuen 2er- und 5er-Linie erwartet hätten, um Entschuldigung und um etwas Geduld: „Trotz großen Engagements von uns als Stadt und IVB konnten Umstellungsprobleme leider nicht vermieden werden. Dazu kam dann auch noch das Pech, dass externe Faktoren wie Wetter sowie Falschparkerinnen und -parker zu Verzögerungen geführt haben“, sagt die Mobilitätsstadträtin, die am Wochenende selbst in einer von einem Fahrzeug verparkten Tram mit zehn Minuten Verspätung saß. „Ich habe jedes Verständnis dafür, dass das viele Nutzerinnen und Nutzer ärgert. Wir arbeiten jetzt auf Hochtouren an der raschen Behebung der noch fehlerhaften Ampelschaltungen und an der Schneeräumung aller Haltestellen.“

Die gesamte Aussendung der Mobilitätsstadträtin ist hier abrufbar.

Gerald Depaoli macht im Videoblog vom Gerechten Innsbruck darauf aufmerksam:

Und die Proteste gibt es auch in Englisch: „IVB and Stadt Innsbruck should change this stupid plan please. We are paying for good service so we deserve to have good service as well. Tram 2 and 5 to replace Bus O is a total disaster. More time needed and more time to wait. I’m not finding it funny.“

Dazu gib es eine Vielzahl an Kommenaren, bei denen auch konkrete ngeative Auswirkungen durch Änderungen der Intervalle und Linienführung angeführt werden. Ein Beispiel von vielen: „ letzte Bahn in’s O-Dorf 22:30 Uhr, Nightliner erst wieder um 0:30 Uhr, benachteiligt sind Leute insbesondere ältere Personen die im O-dorf rund um das Hallenbad wohnen, 10 Minuten Fussweg zur nächsten Haltestelle …“

Ein Verkehrsunfall und eine nötige Stromabschaltungen waren weitere Bausteine im Chaos der ersten Bewährungsprobe der Straßenbahn.

Tiroler Tageszeitung, 29.01.2019 Artikel und Leserbriefseite

Tiroler Kronen Zeitung, 29.1.2019

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