… WO(hin)NEN …

Innsbruck diskutiert einmal mehr über die Zukunft des leistbaren Wohnen in Innsbruck. Unzählige Studien haben sich mit diesem Thema seit Jahren befasst. Eine interessante Anmerkungen dazu finden sich beispielsweise in der AK-Studie „Leistbarer Wohnraum in Tirol“ aus dem Jahr 2013:

„In Innsbruck stehen keine ausreichenden Freiflächen zur Verfügung bzw. ist die Bevölkerungsdichte zu hoch, um Projekte analog zu Sonngrub in ausreichendem Maß umzusetzen. Einzig in den zur Stadt gehörenden Dörfern Vill und Igls sind noch größere Flächen verfügbar, wo theoretisch mehrere „Sonngrubs“ umgesetzt werden könnten. Die wenigen verbliebenen freien Großflächen in der Stadt (Mentlberg, Kettenbrücke) sind im Besitz kirchlicher Institutionen welche diese nicht abgeben wollen. Doch auch in Innsbruck gibt es einige Möglichkeiten die Wohnkosten nachhaltig zu senken und mehr Menschen Eigentum zu ermöglichen:
o Die Binnenverdichtung (Aufstockungen) soll weiter forciert werden.
o Neubau z.B. der Südtiroler-Siedlungen, die derzeit teils nur zweigeschossig sind, wo aber Neubauten auch fünfgeschossig machbar sind.
o Baulandmobilisierung, bei der freie Flächen wo möglich angekauft werden.
o Kirchliche Institutionen gehören noch nachdrücklicher an ihren sozialen Auftrag erinnert, um großzügige Baurechte für sozialen Wohnbau zu erwirken.
o Die – sehr willkommenen – Studierenden sind unbestreitbar preistreibend, da sie am Wohnungsmarkt zusätzliche Nachfrage darstellen. Hier ist dringend geboten zumindest ein, besser zwei, große neue Studentenheime zu errichten.
o Wir prüften eine Möglichkeit zur Schaffung von Eigentum für Tausende und zur Finanzierung einer großen Neubauoffensive durch Gemeinnützige Bauträger intensiv: Angedacht war ein günstiges Verkaufsangebot des Bestands an Stadt-wohnungen an deren derzeitigen Mieter, verbunden mit einem Vorkaufsrecht der Gemeinnützigen bei einer beabsichtigten Weiterveräußerung der Wohnung. Damit ließe sich theoretisch über eine Milliarde € an Mitteln für eine Neubau-offensive der Gemeinnützigen freisetzen. Wir mussten aber erkennen, dass die derzeitige Stadtführung eine solche Maßnahme aus guten Gründen strikt ablehnt, u.a. weil eine ähnliche Maßnahme in den 1980er Jahren nicht erfolgreich war.“

Die gesamte Studie gibt es hier als pdf Datei zum nachlesen.

Interessant auch die AK-Studie „Leistbares Wohnen in Tirol“, Forderungen, Luis Leiter, 2014, diese gibt es hier als pdf Datei zum nachlesen.

Der 9. August 2018, Termin des gemeinderätlichen Bauausschusses, dürfte somit durchaus interessant sein, das Bgm. Willi sein Vorhaben diskutieren und beschliessen lassen will.

Tiroler Kronenzeitung, 27.7.2018

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Tiroler Tageszeitung, 27.7.2018

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Die Liste Gerechtes Innsbruck“ – http://www.gerechtes-innsbruck.at präsentiert auf Ihrer Homepage einen Zukunftsplan für das Fennerareal. Dem Blog-Leser dürfte sie bekannt sein :-), Video von der Homepage