… Balkonien …

Neues aus dem Stadtsenat und Impressionen des Rathausbalkons.

Novellierungen der Gemeinderats-Geschäftsordnung angeregt

In der Geschäftsordnung des Innsbrucker Gemeinderats war bisher festgehalten, dass Ersatzmitglieder der Ausschüsse stets Gemeinderatsmitglieder sein müssen. In der Innsbrucker Wahlordnung wurde bereits 2011 novelliert, dass auch Ersatzmitglieder des Gemeinderats diese Aufgaben übernehmen können. Der Stadtsenat schlägt dem Gemeinderat vor, dies in der Geschäftsordnung anzugleichen.

Außerdem wird dem Gemeinderat der Beschluss über eine Änderung in Bezug auf das Abgelten der Personalkosten der Gemeinderatsklubs zugewiesen. Aktuell dürfen Mitglieder des Gemeinderats nicht Dienstnehmer eines Klubs sein. Der Verordnungsentwurf enthält diese Bestimmung nun nicht mehr. Klubs bis zu fünf Mitgliedern bekommen durch die Neuerung die Personalkosten einer Person im vollen Beschäftigungsausmaß finanziell abgegolten, größere eine im vollen und eine im halben Ausmaß.

Klettersteig für AnfängerInnen auf der Nordkette

Ein wesentliches Merkmal Innsbrucks ist der alpin-urbane Charakter. In wenigen vergleichbaren Städten ist es möglich, im Stadtgebiet alpine Aktivitäten durchzuführen. Das Angebot in der Landeshauptstadt wird nun sogar ausgebaut: Der Stadtsenat sprach sich einstimmig dafür aus, der Nordkettenbahnen Betriebs GmbH kostenlos einen Grund zu überlassen, damit ca. 200 Meter westlich der Hafelekar-Bergstation ein Übungsklettersteig errichtet werden kann. Der „Geierwally-Übungsklettersteig“ richtet sich vor allem an Klettersteiganfänger sowie Kinder und Jugendliche. An einem Stahlseil, das in geringen Abständen am Fels fixiert wird, können sich die SportlerInnen sichern. Zudem werden Tritt- und Griffbügel mit Verdrehsicherungen angebracht.

Brunnen in der Maria-Theresien-Straße wird umgebaut

Die Fußgängerzone in der Maria-Theresien-Straße wird im nördlichen Bereich von einem Brunnen abgeschlossen. Dieser wurde im Zuge der Neugestaltung der Straße vor einigen Jahren errichtet. Aufgrund von Problemen in der Vergangenheit mit der behindertengerechten Rampe, die von Richtung Annasäule auf das Podest führt, wird der Brunnen nun umgestaltet. „Es wurden mehrere Varianten geprüft, um das Gefahrenpotential des Stolperns möglichst zu entschärfen. Die Entfernung der Rampe und des Sockels ist die sinnvollste Lösung“, erklärt die für Tiefbau zuständige Stadträtin Mag. Uschi Schwarzl. Zukünftig werden zusätzlich zur Sitzfläche rund um den Brunnen Sitzbänke zum Verweilen einladen. Der Stadtsenat sprach mehrheitlich für das Projekt aus, das rund 167.000 Euro kosten wird.

Emile-Béthouart-Steg: Pfeilersanierung notwendig

Der Emile-Béthouart-Steg ist eine wichtige Fuß- und Radwegverbindung über den Inn. Nun steht eine Sanierung der Brückenpfeiler an, da sich diese in einem schlechten Zustand befinden. Aktuell liegen die Pfeilervorgründe teilweise frei und müssen gesichert werden. Für die Bauarbeiten müssen vorübergehend Inseln aufgeschüttet werden, weshalb die Arbeiten nur in der Niederwasserperiode zwischen Dezember und März durchgeführt werden können. Sperren sind aber nur kurzfristig notwendig, die Brücke wird für FußgängerInnen während der Bauphase begehbar bleiben. Das Brückentragwerk selbst wurde vor einigen Jahren untersucht und befindet sich in einem guten Zustand. Der Stadtsenat stimmte einhellig für die Sanierung, die rund 860.000 Euro kosten wird. (Quelle: Link)

Der Rathausbalkon, eher schmal und übersichtlich, stand schon des öfteren im Mittelpunkt. Auf alten Aufnahmen (eher versteckt zu finden), als Jubelort für Meistertitel, zum Faschingsbeginn, als Erinnerungsfoto und für Statements. So manche tolle Aktion nutze den Balkon nur als Hintergrund.

Quellen: Internet, Innsbruck Informiert, FB-Seite Georg Willi

Die Geschichte des Rathauses und seines Balkons.

Drei gotische Bürgerhäuser in der damals Neustadt genannten Maria-Theresien-Straße wurden Anfang des 18. Jahrhunderts nach Plänen von Johann Martin Gumpp dem Älteren zum barocken Palais Künigl umgebaut. 1810 erwarb es der Handelsmann Leopold Ferstl, 1847 der Wiener Hotelier Ernst Manlik, der es 1848 zum Hotel d’Autriche (Österreichischer Hof) umbauen ließ. Es war das erste Haus am Platz, musste aber aufgrund der Konkurrenz durch die neuen Hotels am Bahnhofsplatz schon 1876 den Betrieb wieder einstellen. 1882 erwarb es der Innsbrucker Papiergroßhändler Leonhard Lang, der es 1897 der Stadt Innsbruck als neues Rathaus schenkte. Dafür wurde er noch im selben Jahr zum Ehrenbürger ernannt. Am 10. November 1897 übersiedelte der Stadtmagistrat aus der Altstadt in das neue Rathaus.

Die ursprünglich barocke Palastanlage bestand aus einem viergeschoßigen, zwölfachsigen Haupttrakt und zwei dreigeschoßigen Querflügeln. Beim Umbau 1848 wurde die Fassade im klassizistischen Stil umgestaltet. Die vier Mittelachsen der streng symmetrischen Fassade sind durch über alle Geschoße reichende Kolossalpilaster gegliedert. Im zweiten Obergeschoß befindet sich ein Balkon.